alles nur psychosomatisch

Das ist die Meinung meiner Psychiaterin (auch Neurologin von Beruf).

Ich bin durch Zufall letzte Woche in der Akutsprechstunde eines stationären Rheumatologen gelandet (falsch abgebogen und einen Termin in der falschen Ambulanz angefragt, und schon saß ich bei ihm, total unvorbereitet).

Dieser ist natürlich der Meinung, dass erst einmal ambulant alles getan werden muss, bevor es zu einer stationären Diagnostik kommen sollte / kann.

Außerdem solle ich mich orthopädisch und neurologisch vorstellen, um abzuklären ob es vielleicht dort eine Ursache hat.

Da ich heute sowieso bei der Psychiaterin war, habe ich das bei ihr angesprochen und wie nicht anders zu erwarten:

"Ich denke, dass das bei Ihnen psychosomatisch ist und werde da gar nichts abklären, dass können Sie dem Rheumatologen sagen".

Ist es nicht schön, aufgrund der Depression gleich in diese Schublade gesteckt zu werden? Natürlich habe ich mich auch schon gefragt, ob es am psychischen Stress liegt, dass es schlimmer ist als sonst. Aber gleich so zu tun, als ob ich gar nichts habe!?

Jetzt möchte ich schon fast krank sein, damit ich ihr zeigen kann, dass ich mir das nicht einbilde!!! (wie krank ist das bitteschön?)

1.7.13 12:02, kommentieren

noch eine Krankheit?

Mir tun seit fast 2 Wochen jeden Tag meine Hände / Fingergelenke weh.
Früher war das ab und an mal der Fall und bei weitem nicht so schmerzhaft und nervig.
In meiner Familie gibt es Rheuma.

Wenn ich diese Tatsachen miteinander kombiniere, dann:
bin ich fast davon überzeugt, dass auch ich Rheuma haben muss.

Ich habe meine HÄ um eine Überweisung zum Rheumatologen gebeten ... und bekommen.

Jetzt habe ich natürlich Angst.

Reicht es nicht schon, dass ich einen gutartigen Tumor hatte, eine angeborene Thrombophilie und seit ca. 11 Jahren eine Depression habe?

Muss mein Körper schon wieder HIER schreien?

Ich will das nicht mehr!!!

28.6.13 19:15, kommentieren

wieder zu Hause

Nach 8 Wochen Klinik bin ich wieder zu Hause.

Ich fühle mich damit nicht wohl. Und auch wenn mein Gefühl, noch 1 - 2 Wochen länger dort bleiben zu wollen um besser klar zu kommen, vom Personal genauso gesehen wurde ist es nicht länger möglich.

So ein Aufenthalt kostet den Kassen ja schließlich nicht wenig und ein Antrag auf weitere Verlängerung ist bei den Klinikärzten wahrscheinlich mit viel zu viel Aufwand verbunden.

Jetzt muss ich damit leben.
Anderen geht es ja schießlich genauso (und die haben es meiner Meinung nach noch viel nötiger als ich).

Erst einmal bin ich noch 3 Wochen zu Hause und dann soll ich langsam wieder eingegliedert werden ... bis jetzt hab ich allerdings einfach nur Panik davor!

1 Kommentar 18.5.13 19:00, kommentieren

jetzt wird es ernst

Morgen werde ich stationär gehen, eine Klinik ohne Vorgespräch (seltsam, aber sie werden wohl wissen was sie tun). Die dort haben sich einfach als erstes wieder gemeldet.

Die andere Klinik (mit Vorgespräch) wäre auch gut (und kleiner).

Jetzt habe ich Angst, mich falsch entschieden zu haben, als ich heute zugesagt habe. 

Aber gibt es in diesem Fall eine falsche Entscheidung (außer überhaupt nicht stationär zu gehen?)?

14.3.13 15:32, kommentieren

Vorgespräch

Ich habe noch bei einer weiteren Klinik angerufen (dafür die andere nicht mehr) und nach einem Rückruf jetzt morgen einen Termin zum Vorgespräch. Dort werde ich mit einer Psychologin sprechen, damit geguckt werden kann ob und wo ich dort hinpassen könnte und was sie mir überhaupt anbieten können.

Bei der anderen Klinik, bei der ich auf der Warteliste stehe, gibt es so ein Vorgespräch nicht (die müssen ja ganz schön von sich überzeugt sein).

So langsam werde ich doch nervös.

2 Kommentare 6.3.13 17:35, kommentieren

Psychiatrie

Die Frau, die fast meine neue Therapeutin geworden wäre (ich hätte es mir bei ihr sehr gut vorstellen können), hat mir sehr deutlich zu verstehen gegeben, dass es für mich eigentlich nur eine sinnvolle Art gibt mich meiner Krankheit zu stellen.

Ein stationäre Therapie!

So habe ich diese Woche tatsächlich in 2 Kliniken angerufen.
Bei einer stehe ich auf der Warteliste, bei der anderen muss ich dafür nächste Woche nochmals anrufen.

Jeweils Kliniken mit reinen Depressionsstationen.

Ich habe Angst und bin gleichzeitig freudig erwartend gespannt.

Ich muss mich dem Fakt stellen, dass ich wohl nie ganz gesund werde (nach 11 Jahren mit Depressionen wohl auch unvorstellbar) und dass ich lernen muss damit umzugehen.

Irgendwie erleichtert mich diese Sicht gerade.

Und vor allem dass mir mal jemand klipp und klar gesagt hat "Sie sind sehr krank" hat mich irgendwie etwas "wachgerüttelt". Es ist erleichternd das zu hören und gleichzeitig verstörend. Erleichternd, da ich somit nicht nur einfach "faul und heuchlerisch" bin (wie ich immer denke wenn es mir mal 1 Stunde lang gut geht) und verstörend, dass ich krank sein soll. Ja tatsächlich etwas habe, das man behandeln sollte.

1 Kommentar 3.3.13 15:28, kommentieren

so alleine

Mir ist vorhin im tränenreichen Streit mit meiner Freundin wieder zu deutlich klar geworden wie alleine ich bin.

Ich habe niemanden bei dem ich mich "ausheulen" könnte, meine Familie will ich nicht mit meinen Problemen (und Depressionen) belasten und Freunde habe ich keine. Ein paar Bekannte, immerhin, aber die ruft man ja auch nicht einfach an oder fährt mal eben schnell vorbei um sich Trost zu holen.

Leben ist so schwer, wieso macht es so vielen Leuten Spaß (oder machen die einem nur was vor?)?

1 Kommentar 26.1.13 19:07, kommentieren

guter Vorsatz

Das Jahr ist jetzt schon ein paar Tage alt, aber ich habe euch noch gar kein frohes neues Jahr gewünscht, also:

Frohes Neues Jahr!  ;-)

 

Mein Vorsatz für dieses Jahr:
-> leben wollen

 

Ein großer, schwieriger Vorsatz, wenn man sich mal meine letzten Jahre anguckt, aber wer weiß ... vielleicht klappt es ja.
Wirklich ernsthaft über das Sterben nachdenken erlaube ich mir immer nur zu meinem Geburtstag ... denn dann muss meine Familie (und andere Personen, denen ich vielleicht wichtig bin) nur einmal im Jahr trauern (ich weiß wie blöd so ein Gedanke ist!!!).

Also "aktiv werden" und somit das Leben "lebenswert" machen ... ein kleiner Schritt ist schon getan ... vielleicht wird es ja doch IRGENDWANN mal besser ... hoffentlich ... vielleicht ...

24.1.13 21:49, kommentieren

Therapie die Dritte!?

Gestern bei meiner neuen Psychiaterin mal wieder die Worte gehört:

"Ich glaube nicht, dass ich Ihnen gerecht werden kann. Dass es reicht wenn Sie zu mir kommen."

Sie hat mir eine Psychotherapeutin empfohlen (hier in der Stadt scheint ein Arzt den jeweils anderen wohl gerne zu nennen, denn zu ihr bin ich ja auch schon durch Empfehlung meiner HÄ gekommen).

Sie macht wohl "Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie" ein Verfahren, dass ich noch nicht kennengelernt habe. Denn bisher habe ich ja "nur" eine Psychoanalyse und eine Verhaltenstherapie gemacht. Beide wohl eher mit wenig Erfolg (zumindest meiner Meinung nach).

"Warum gingen Sie dann zur Therapie, wenn Sie keinen Erfolg bemerkt haben?"

"Weil das meine letzte Hoffnung auf Besserung war/ist!"

Die Worte "letzte Hoffnung" ließen bei ihr gleich die "Alarmglocken" läuten und waren wohl auch ein Grund, warum sie mir zu einer weiteren Therapie geraten hat.

Diese Therapeutin soll "viel von ihren Patienten verlangen", mal gucken, ob ich dem gerecht werden kann - sollte sie denn überhaupt einen Platz und Zeit für mich haben.

 

In diesem Sinne schon einmal "Frohes Fest" und "einen guten Rutsch ins neue Jahr (mit vielen tollen und positiven Erfahrungen!) !

22.12.12 08:52, kommentieren

versagt

Ich habe versagt, und muss mir eingestehen, dass es momentan ohne ein AD nicht geht.

Also ... in der neuen Heimat die von meiner HÄ empfohlene Psychiaterin aufgesucht und zumindest von ihr positiv überrascht.
Ich hatte noch nie einen Psychiater, der wirklich mit mir redet - ja manche haben mich noch nicht einmal angeguckt, wenn ich da war - und diese Frau war, trotz ihrer grottenschlechten Bewertung im Internet, echt nett.

Mal gucken, ob mir die ADs und die Besuche bei ihr diesmal wenigstens etwas helfen.

Bisher hatte ich da doch weniger Erfolg und "Abwarten und Tee trinken" war dann zwangsläufig meine Devise.

2.11.12 11:22, kommentieren