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Eingeständnis

Wir waren im Urlaub, mein erster richtiger Urlaub seit ca. 4 Jahren, und haben uns fast 4 Wochen am Stück gesehen.

Und meine Angst, dass SIE - ihre Nähe - mir zu viel werden könnte war vollkommen unbegründet. Ja, die Woche drauf, war sie gleich nochmal hier, weil wir es ohne einander nicht ausgehalten haben.

Ich glaube ich muss mir langsam wirklich eingestehen, dass ich sie tatsächlich liebe.
Hört sich vielleicht seltsam an, aber ich bekomme diese Gefühle nie richtig zu fassen.

Ist sie da, ist alles schön und gut und ich habe das Gefühl gar nichts zu fühlen, geht sie, fange ich an zu weinen und bekomme die ersten Tage alleine nichts auf die Reihe, liege nur im Bett, werde depressiv.
Also doch richtig verliebt?

Warum akzeptiere ich das nicht einfach und muss es auch jetzt, nachdem wir fast genau 6 Monate zusammen sind (und mir jeder dies als Verliebtheit anerkennen würde), immer noch hinterfragen?

4.6.07 19:16, kommentieren

Wohnklo

Zu der Bezeichnung meiner Wohnung bin ich grad gekommen.

Mir geht es in den letzten Tagen und vor allem heute überhaupt nicht gut.
Ich tingele zwischen Bett (= Couch), Computer, Toilette und Kühlschrank hin und her. Wenn ich mir das Fernsehen heute bis abends nicht noch verboten hätte (wochenlange Erfahrung, dass Tv-Gucken mich noch mehr runterzieht) wäre er vielleicht auch noch eine Erwähnung wert.

Seit dem 01.06. bin ich das erste Mal seit 12 Monaten arbeitslos. Jetzt ja nicht mal mehr Studentin. Ich bin ein Nichts. Ok, irgendwo dürfte ein Haken bei arbeitslos im Computer der Arge stehen, aber da hab ich es bis jetzt auch nur zur Anmeldung geschafft.

Solange dieser Status ungeklärt ist und meine Bewerbungen ("Ja, Sie können auf jeden Fall ab dem 01.06. weiter bei uns - in einer anderen Abteilung - arbeiten!" "Wir geben Ihnen diese Woche bescheid", "Wir geben Ihnen nächste Woche bescheid" ...) noch ungeklärt ist, kann ich auch schlecht einfach so zu meiner Freundin fahren. 700km überwindet man ja doch nicht so schnell.

Einöde auf 26m², mit Kühlschrank, Toilette, Radio, Tv, Computer ... wow, gut ausgestattet ... aber soooo erdrückend. Das Wetter treibt mich ins Bett, ich will nicht raus, ich schaffe es nicht raus :-(

Nun gut. Vielleicht platze ich ja vorher, denn die einzige Tätigkeit, die ich noch selbst ausführe ist Essen und das nicht zu wenig.

4 Kommentare 7.6.07 15:17, kommentieren

Sturzbäche

Es schüttet gerade ganz plötzlich wie aus Eimern, die Leute kreischen, ob der unerwarteten Dusche und ich ... bin das erste Mal an diesem Tag nicht todtraurig.

7.6.07 17:46, kommentieren

traurig

Ich springe auf, weil mein Handywecker klingelt und ich denke, dass ich angerufen werde.

Werde ich zu selten angerufen oder stelle ich mir einfach viel zu selten den Wecker mit dieser fröhlichen Melodie?

~-~

Auch traurig ist es, dass ich einfach den Einkaufschip einer älteren Dame in meinen Besitz übergehen lasse, nur weil sie ihn im Wagen vergessen hat. So weit ist es schon mit mir gekommen.

~-~

Und jetzt auf zum Kirchentagsgottesdienst, meiner einzigen Pflichtveranstaltung heute. Zum Glück bin ich nicht katholisch, sonst könnte man noch denken ich möchte um Vergebung bitten.

8.6.07 15:55, kommentieren

Vorfreude

Wenn der Verkehr es zulässt sehen wir uns am 16. schon wieder und nicht erst wie befürchtet im Juli.

1 Kommentar 9.6.07 12:53, kommentieren

In Besitznahme

Es gibt eigentlich nicht wirklich eine Band, die ich besonders toll finde und wenn mir mal ein Lied gefällt bin ich die Zeit über froh, wenn es im Radio läuft.
Oder auch bei CDs, die ich besitze habe ich nichts dagegen sie im Radio zu hören.

ABER gerade läuft 1,2,3,4 von (Leslie) Feist und ich ärgere mich.

Darüber, dass das jetzt so viele toll finden. Von ihrer letzten CD hat man doch auch nichts im Radio gehört und jetzt wird sie zum "Star"?!?
Ok, sie ist nicht mein "Besitz" und ich bin wohl nicht die einzige, die schon ihre letzte CD gekauft hat, aber ...

Tja, manchmal bin ich wohl etwas seltsam.

Und wehe(!!!) ihr hört jetzt in ihre Musik rein ;-) 

4 Kommentare 9.6.07 17:41, kommentieren

Spätzünder

Wenn ich so durch die Blogwelt stolpere, stoße ich auf doch manchmal sehr komplexe Gedankengänge und Ängste. Und das bei gerade mal ca. 15jährigen.

War ich damals auch schon so ... ja, mh ... tiefgründig?
Oder einfach nur wohlbehütet? Ja, dass die böse Welt gar nicht auf mich einstürzen konnte und ich keine Sorgen hatte?!?
Oder ist es einfach schon zu lange her, um mich noch genau daran zu erinnern?

Es tut mir weh dies zu sehen. Ich würde so gerne irgendwie helfen, aber das wäre eine Lebensaufgabe. Aber wie im Kleinen (und vielleicht in der Realität) anfangen?

Ich bin doch froh, dass ich meine ersten wirklichen eigenen Sorgen, Ängste und Depressionen erst mit ca. 20/23 erfahren habe. Es war da schon so beängstigend, dass ich mir nicht vorstellen möchte, wie und ob ich mit 15 damit hätte umgehen können.

Da bin ich doch gerne mal ein Spätzünder! 

1 Kommentar 10.6.07 13:02, kommentieren

Danke für den Hinweis

Du hast doch jeden Tag Sonntag!

(gerade mal eine Woche arbeitslos und schon muss ich mir sowas anhören) 

1 Kommentar 10.6.07 13:42, kommentieren

Abhängigkeit

Als Arbeitslose ist man wirklich ganz schön abhängig von einem einzigen Menschen (und das kann ich ja so schon nicht leiden), dem Sachbearbeiter.

Ich war heute beim Amt und ich darf nicht zu IHR fahren.
Ich hab mich schon so drauf gefreut sie eine ganz Woche zu sehen und jetzt darf ich nicht fahren, weil ich mich ja dann mit meiner ganzen, vollen Arbeitskraft womöglichen Callcenter-Angeboten entziehe.

ICH WILL NICHT INS CALLCENTER!!! 

Man muss ja fragen, aber warum bin ich so naiv und mache das auch noch, statt einfach zu fahren?

Und das erste Bewerbungsgespräch ist auch noch an unserem ersten richtigen Jubiläum (natürlich für einen Callcenterjob), an dem sie nur ein paar Stunden da sein wird.

Könnt grad echt nur heulen

12.6.07 15:56, kommentieren

Trost

Nachdem sie es mir nun schon seit Tagen versprochen hat, telefonieren wir gleich endlich mal wieder länger als ein paar Minuten.

Auslandsflatrate sei's gedankt.

Vielleicht tröstet mich das (oder besser sie) ja über die blöde Zeit hinweg.
Und hoffentlich ziehe ich sie nicht noch mit runter.

Aber es ist schön reden zu können!

Ach ja, irgendwann freut man sich auch über die kleinen Dinge! 

12.6.07 18:16, kommentieren