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Erkenntnis #4

Langes Wachbleiben und die folgende Übermüdung führen nur zu negativen, selbstzerstörerischen Gedanken.

2.12.07 23:36, kommentieren

Thera-Ende

Sie scheinen mir nicht mehr krank. Sie kommen mit Ihrem Leben klar, haben eine Beziehung, haben Freunde, können sich abgrenzen ... manchmal sind Sie kurz depressiv, aber das gehört auch manchmal zum Leben dazu ... und der Rest scheint einfach zu Ihnen zu gehören. Wir wollen ja keinen anderen Menschen aus Ihnen machen.

So ungefähr gestern die Worte meiner Therapeutin.

Und seitdem lassen sie mich nicht mehr los.

Bin ich gesund?
Habe ich jetzt so langsam aber wirklich keine Berechtigung mehr zu ihr zu gehen?
Will sie mich nach ca. 4 Jahren jetzt auf ein Ende vorbereiten?
Zeit würde es ja langsam mal, oder?
Komme ich mit meinem Leben klar?
Auch ohne sie?
Warum gehe ich überhaupt hin (nicht nur jetzt, sondern auch schon früher - mal abgesehen von meiner schwer depressiven Zeit)
Ist es einfach nur die Gewohnheit?
Ist nicht noch ein bisschen was offen?
Will ich das überhaupt noch ansprechen/durchsprechen?

Gestern konnte ich kaum einschlafen und auch heute war ich dauernd wieder bei diesen Fragen, ohne auch nur eine Einzige davon beantworten zu können.

Mir ist echt zum Heulen und gestern überkam mich fast Panik bei dem Gedanken gehen zu müssen.

Ich will wieder gesund sein, will stolz durchs Leben schreiten können - weil ich es selber in der Hand habe - und gleichzeitig wünsche ich mir die Zeit zurück in der ich krank war. Eine Berechtigung hatte Sie für mich zu beanspruchen.

Aber ich bin "noch" nicht stolz, ja noch weit entfernt davon, wenn ich auch schon so Manches erreicht habe (was ich nur durch ihre Worte/Hilfe sehe) in den letzten Jahren und vor allem Monaten.

Und berechtigt bei ihr zu sein habe ich mich auch selten gefühlt.
Größer waren und sind doch eher die Gedanken/Gefühle nur lästig gewesen zu sein. Ja, dass sie froh sein müsste wenn ich "endlich" weg bin.

Und solange ich diese Gedanken noch habe, denke ich, bin ich noch nicht so weit zu gehen, in mein Leben, in die Freiheit, in ....... 

4 Kommentare 6.12.07 20:52, kommentieren

Zwang

Kann man sich zwingen etwas zu fühlen/empfinden?

(nicht körperlich)

10.12.07 18:18, kommentieren

Lange her

Das erste Mal seit ... ja keine Ahnung ... das erste Mal in diesem Jahr, bei diesem Arbeitgeber gehe ich nicht zur Arbeit, weil ...

Auch wieder keine Ahnung.

"Eigentlich" bin ich doch nicht mehr depressiv.
Das hat mir meine Therapeutin doch noch letzte Woche bestätigt.

Bleibe ich deshalb zu Hause, habe ich es deshalb vorhin nicht aus dem Bett geschafft, habe ich mir deshalb eine Ausrede nach der anderen durch den Kopf gehen lassen, die plausibel klingen könnte, dass ich meine Kollegen im Stich lasse?

Ich bin mir sicher, dass man mir sogar glauben wird. Hat man immer und wird man auch hier beim neuen Arbeitgeber.
Mir, der lieben, unauffälligen, zurückhaltenden, gewissenhaften und heute bestimmt wirklich "leidenden" weil bestimmt sooooo kollegialen Mitarbeiterin.

Bleibe ich also "nur", um mir und meiner Therapeutin zu beweisen, dass nicht alles "Friede, Freude, Eierkuchen" ist, zu Hause - gerade ja nicht mal im Bett, sondern am Computer?

Könnte ich ihr nicht einfach sagen, dass mir das, was sie gesagt hat, die letzten Tage nicht mehr aus dem Kopf ging? Muss ich da auch noch andere Menschen mit reinziehen?

Jetzt bin ich "einmal" wichtig (bei der Arbeit) in meinem Leben und verhalte mich wie ein Arschloch. Das ich ja wohl auch bin.
Die Ausrede, dass ich ja dann kein schlechtes Gewissen hätte, lasse ich nicht gelten!!!

Mieses Stück Sch...!

11.12.07 08:23, kommentieren

Erkenntnis #5

Auch Selbstbeschimpfungen und -erniedrigungen helfen nicht gegen ein schlechtes Gewissen.

11.12.07 08:24, kommentieren

Erleichterung

Heute ging es mir während des Tages schon wesentlich besser als gestern.

Ich war wieder arbeiten und abends bei der Therapie.

Dort habe ich tatsächlich (ist bei mir sonst eher nicht der Fall) angesprochen was mir die letzten Tage so durch den Kopf ging, Therapie und Beziehung betreffend und nun bin ich erst einmal erleichtert.

Den gestrigen Tag brauchte ich anscheinend um nochmal ... ja was ... alles auf mich wirken zu lassen, es zu bearbeiten (wenn auch äußerst unter- und unbewusst).

Egal wie blöd ich mir dann doch beim Arzt vorkam (ich brauche ab dem ersten Tag eine Krankschreibung!) zu offenbaren, dass ich nicht so "funktioniere" wie es nötig wäre um arbeiten zu gehen und wie groß meine Selbstvorwürfe waren den Tag stundenlang im Bett zu verbringen (wo ich dann doch letztendlich landete), es war besser so.

12.12.07 21:24, kommentieren

Erkenntnis #6

Es fällt mir doch etwas schwer mir die Zeit für mich und meine Gedanken zu nehmen, bevor sie eskalieren. Das sollte ich doch bald versuchen zu ändern.

12.12.07 21:25, kommentieren

Heinrich von Kleist

Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft.

 ~*~

Heute habe ich mir eine Postkarte mit diesem Spruch (und einem nach Freiheit aussehenden Bild) gekauft.

Plötzlich fand ich diesen Spruch so passend ... so einleuchtend ... jetzt müsste ich nur noch anfangen danach zu leben! 

1 Kommentar 13.12.07 22:18, kommentieren

Peinlich

Medikamente und Alkohol vertragen sich nicht!!!

Am Freitag bin ich total weg gewesen, vom Wachpersonal total besoffen vom Klo auf die Straße gebracht worden.
Ich, die ich immer (mein ganzes Leben lang) alles unter Kontrolle hatte.
Mich unter Kontrolle, Alkoholkonsum unter Kontrolle und niemals mein Gesicht verloren.
Lieber als zu ruhig, zurückhaltend und langweilig geltend, als sowas!

Und das jetzt vor allen Arbeitskollegen.
Wie soll ich mich nur wieder zur Arbeit trauen?!? 

5 Kommentare 16.12.07 17:12, kommentieren

Frohe Weihnachten!!!

Ich wünsche euch allen schöne, besinnliche Festtage mit lieben Menschen um euch und bei euch!

2 Kommentare 22.12.07 13:26, kommentieren