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es ist vollbracht

Der Umzug liegt hinter uns ... und "natürlich" geht es mir hier nicht gut.

Jetzt bin ich zwei Wochen krank geschrieben, aber in meiner Wohnung "gefangen" da ich Angst habe, dass man mich sonst auf der Straße erkennen könnte. Denn hier bin ich nicht mehr so anonym wie noch in der letzten Stadt.

Angst zur Arbeit zu gehen, nichts mehr hinzukriegen, keinen neuen Job zu finden, weil ich ja sowieso nichts kann, als "Psycho" abgestempelt zu werden, wenn ich noch länger krank geschrieben bin. Angst auf die Straße zu gehen und Angst, dass meine Freundin irgendwann doch einsieht, was für eine faule, nichtsnutzige Person ich bin und mich verlässt.

Das alles verursacht nicht gerade eine lebensbejahende Stimmung in mir ... wozu bin ich eigentlich noch hier?

4.6.09 17:29, kommentieren

:-(

Mir geht es einfach nicht besser.

Sonst war es ein kleiner Hoffnungsschimmer, dass es mir ab ca. 17 Uhr besser ging, aber jetzt wird es Abends immer schlimmer, als sowieso tagsüber schon.

So kann es einfach nicht weiter gehen.

1 Kommentar 13.6.09 14:08, kommentieren

kleiner Hoffnungsschimmer

Jetzt bin ich doch schon länger krank geschrieben als es mir sonst lieb ist.
Momentan ist mir das aber "fast" egal.

Denn in den letzten Tagen ist mir mein Leben egal.
D. h., dank der Dosiserhöhung meines Antidepressivums (was sollte dieses "Gefühl" sonst hervorgerufen haben ?) will ich das erste Mal seit Wochen nicht mehr "nicht leben" (das ist schon noch ein Unterschied zum "sterben wollen" ) , sondern mir ist mein Leben total egal.
Vielleicht wird es ja bald ein "leben wollen", "das Beste daraus machen wollen", doch soweit ist es noch nicht.

Aber es ist ein kleiner Hoffnungsschimmer, denke ich.

20.6.09 13:44, kommentieren

Wann endlich ...

... hat das Alles ein Ende?

Gestern das erste Mal seit Wochen aus vollem Herzen gelacht und heute schon wieder ganz unten.

Im Internet wird ein Depressionstest nach dem anderen gemacht - wohl bewusst, dass ich diese nicht machen würde, wenn es mir gut ginge und dass diese mir auch nichts Neues sagen - und nach Kriseninterventionsstellen in meiner neuen Stadt gesucht (und nicht gefunden) - wohl wissend, dass ich mich nicht trauen würde Kontakt zu einer solchen Stelle aufzunehmen.

Ich verkrieche mich, meine Freundin lässt mich schon absichtlich in Ruhe (wohl auch nicht mehr wissend wie sie sich mir überhaupt nähern "darf" ) indem sie aus der Wohnung flüchtet und die Sonne draußen macht mich nur noch depressiver.
Es war ein Fehler hier hin zu ziehen, denn draußen könnte ich jemandem, niemand speziellem, begegnen den ich kenne (wenn es auch ein sehr kleine Wahrscheinlichkeit ist) und deshalb versuche ich erst gar nicht vor die Tür zu gehen. Um jeden noch so kleinen, anstrengenden Kontakt zu vermeiden.

Ein Teufelskreis, ich weiß.

21.6.09 14:52, kommentieren

wie beflügelt

Ich habe gerade einen Anruf erhalten.

Ich kann schon diese Woche zu einem Erstgespräch zu einer Therapeutin (Verhaltenstherapie) kommen.

Deshalb fühle ich mich gerade wie beflügelt.

Nicht einmal einen Monat ist meine Anfrage bei ihr her und schon darf ich dort hin.

Ich hoffe dieses Gefühl hält noch etwas länger an, denn es fühlt sich gut an :-)

22.6.09 11:32, kommentieren

Rätselraten

Gestern war ich beim Psychiater, hatte mein zweites Gespräch mit ihm.
Wenn man sowas Gespräch nennen kann, denn dieser Mensch ist wirklich überaus seltsam in seiner Art.

Er erzählte mir von der Arbeitssituation anderer Patienten, speziell über Mobbing, über seine "kirchlichen" Aktivitäten (soweit ich es mir zusammen reimen konnte) und über Fruchtwasseruntersuchungen und dem Zusammenhang mit Menschen, die von manchen Menschen dann nicht bekommen werden würden.

Was hat das jetzt alles mit mir zu tun?

Ich bin auf jeden Fall auf meine erste Therapiesitzung bei der neuen Therapeutin gespannt. Sie hört sich schon viel netter als meine alte an und auch ihre Praxis sieht im Internet schon viel freundlicher aus.

Ich freue mich schon etwas, habe aber auch wieder etwas Angst.

Mal abwarten, viel schlechter als momentan kann es ja nicht mehr werden.

23.6.09 12:26, kommentieren

erste Therapiestunde

Die erste "neue" Therapiestunde ist geschafft. Und war richtig gut.

Ich habe mich bei dieser Frau richtig wohl gefühlt und war wohl noch nie so ehrlich wie bei ihr.

Jetzt gehts mir nur nicht so gut. Warum auch immer.
Vielleicht weil ich erst wieder in zwei Wochen hin darf und solange wieder auf mich gestellt bin.

26.6.09 14:24, kommentieren