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stationär gehen?

Gestern beim Hausarzt wurde mir das erste Mal die Frage gestellt, ob ich mir vorstellen kann stationär in eine psychosomatische Klinik zu gehen.

Ehrlich gesagt, habe ich mir diese Frage schon die ganze Woche gestellt, ob das nicht besser wäre. Da es mir hier immer nur schlecht geht und ich mir nicht vorstellen kann, dass ein ambulanter Termin in der Woche oder wie jetzt alle zwei Wochen ausreichend ist, mich aus diesem Tief raus zu holen.

Beim Arzt jedoch habe ich das nicht zugegeben, ich habe gesagt, dass ich mir das auch schon überlegt habe, mir aber nicht so sicher wäre, ob das was für mich wäre. Ich erst einmal die nächste Thera-Stunde abwarten will.

Doch wozu diese Hinhaltetechnik? Bis ich einen Termin bekommen würde, vergingen bestimmt auch 6-8 Wochen. Also warum nicht jetzt schon nach einem Beratungs- / Ersttermin fragen, absagen wenn es mir besser geht könnte ich ja dann auch noch.

Doch da ist die Angst wieder zu groß. Die Angst als "Psycho" abgestempelt zu werden, wenn ich in so einer Klinik wäre.

Denn was habe ich denn für Probleme, mir geht es doch eigentlich gut und ich habe alles (das durfte ich mir gestern wieder von einem Freund anhören, bei dem ich mich endlich getraut habe ehrlich zu sein)?! Wie kann ich dann denken, dass die mich überhaupt aufnehmen würden?

1.7.09 11:25, kommentieren

nicht berechtigt ?

Gestern war ich das erste Mal seit Wochen richtig aktiv.

Ich habe mich zum Friseur getraut, bin mit meiner Freundin Nachmittags auswärts essen und etwas trinken gegangen und auch körperliche Nähe konnte ich zulassen.

Also gehts mir doch eigentlich gar nicht schlecht, oder!?!

Warum also bin ich krank geschrieben, seit nunmehr genau 4 Wochen?

Warum nehme ich Medikamente, warum fange ich eine Therapie an, warum sollte ich mir über einen stationären Aufenthalt Gedanken machen?

Jetzt habe ich Angst keine Berechtigung mehr zu all diesem zu haben, denn warum sollte ich, der es mal einen Tag gut geht, Anrecht auf einen Therapieplatz haben, wenn es anderen doch durchgängig schlecht geht? Warum sollte ich frei haben, wenn die Sonne scheint und die anderen im Büro schwitzen? Warum ...

Vielleicht fangen die Tabletten ja doch langsam an ihre Wirkung zu entfalten. Doch dann muss ich aktiv werden, mir einen neuen Job suchen, weil der Alte mir gekündigt wurde, aber ich habe Angst vor dem Druck den das Arbeitsamt mir dann machen wird, wenn ich wieder arbeitsfähig geschrieben bin, Angst dass ich diesem Druck nicht gewachsen bin. Dass meine Freundin jetzt wieder mehr von mir verlangen wird, dass ... ach ich weiß auch nicht.

Jetzt hab ich so lange geschrieben, dass ich doch wieder down bin.

2.7.09 09:44, kommentieren

selbsterfüllende Prophezeiung

Natürlich ging es mir gestern dann nach meinem Eintrag den ganzen Tag schlecht und ich habe es erst geschafft gegen 17 Uhr die Wohnung zu verlassen.

Im Haushalt nichts geschafft, nicht einmal sowas einfaches wie Spülen, vom Kochen für meine Freundin, die ja fleißig arbeiten geht, ganz zu schweigen.

Jetzt habe ich mir ganz fest vorgenommen wenigstens Wäsche zu waschen, mehr nicht. Das sollte doch wohl zu schaffen sein. Bei dem Wetter momentan aber auch dringend notwendig.

Ich habe mir aus meinem Bücherfundus "Veronika beschließt zu sterben" herausgesucht, was besorgte Blicke meiner Freundin hervor rief, und werde dann gleich lesen. Draußen. An der Luft. Unter freiem Himmel. Hoffend, dass mir das Buch positive Aspekte bieten wird, warum es sich lohnt zu leben, denn dieses Buch ist weit positiver als es der Titel vermuten lässt.

3.7.09 09:19, kommentieren

Erleichterung

Gestern bin ich ohne Schirm durch einen wirklich heftigen Hagelschauer gelaufen und habe mich das erste Mal seit einer gefühlten Ewigkeit richtig frei gefühlt.

Nur mit der Nässe bis auf die Knochen beschäftigt, nicht um andere Empfindungen gekümmert, richtig erleichtert.

Warum kann das nicht öfter so sein?!?

4.7.09 11:12, kommentieren

Ruhe

Ich merke heute, dass es mir nicht gut geht sobald ich zur Ruhe komme.

Die letzten Tage war ich unterwegs, habe mich mit meiner Familie getroffen, Federball gespielt, ... mir ging es gut.

Heute habe ich einfach nur Sonntag, ich will mich auf die Terasse setzen und die Sonne genießen, doch es geht mir sofort schlecht.

Außerdem merke ich, dass es mir körperlich nicht ganz gut geht.
Ich bekomme schlechter Luft, sobald ich liege.
Das macht mir Angst.

Vielleicht bin ich in den letzten Monaten einfach nur zu dick geworden.
Meine Waage würde mir recht geben.
Doch abnehmen kann ich nur, wenn es mir gut geht. Sonst ist das zu anstrengend.

Schon wieder ein Teufelskreis in meinem Leben.

1 Kommentar 5.7.09 14:53, kommentieren

schönes Lebensmotto

 


gefunden bei : spieldosen.prinzessin

6.7.09 09:33, kommentieren

Verdrängung?

Wie lange ging es mir in den letzten zwei Wochen wirklich schlecht? Ich kann die Tage und vor allem Stunden gar nicht mehr zählen.

Bin in bei der Thera, sage ich nur, dass es mir "heute" im Gegensatz zum letzten Mal "ganz gut" geht.

Kein Wort von den verzweifelten Tagen, von den Klinikgedanken.

Ist deswegen jetzt alles wieder gut oder verdränge ich meine wahren Gedanken und Gefühle nur, sobald ich dort sitze?

9.7.09 17:46, kommentieren

ich platze bald

Ich weiß, dank ausführlicher Berichte im TV, dass man nicht so schnell platzen kann (auch wenn es zB in Monty Phytons Film "Der Sinn des Lebens" doch passierte), ja man total fett wird, bis man nur noch im Bett liegen kann und selbst der kleinste Schritt zur Qual wird.

So langsam komme ich mir vor, als ob ich diesen Negativ-Beispielen folge.

Ich esse und esse, dann geht es mir deswegen schlecht und ich esse nochmal was. Erst süß, dann salzig, dann cremig, dann fest, dann ... immer so weiter.
Mir tun schon meine Venen wieder weh (Thrombose und Embolie hab ich in den letzten Jahren schon mal hinter mich gebracht), ich habe das Gefühl, dass ich schlechter atmen kann und ich gehe erst mal zum nächsten Imbiss in der Nähe esse eine Riesenportion und spüle alles mit einem 0,5-er Bier runter.

Was tue ich mir da an?

Könnte ich doch nur platzen, dann wäre auch der ganze andere Mist vorbei!

1 Kommentar 11.7.09 19:30, kommentieren

Erkenntnis #8

Ein neues Hobby muss her !!!

12.7.09 12:25, kommentieren

Fremdbestimmt

Ich könnte gerade einfach nur heulen.

Kann ich nicht einmal etwas sagen, ohne dass es gleich in die Realtiät umgesetzt werden muss?

Ich habe mich "getraut" zu sagen, dass evtl. irgendwann mal ein Hund vielleicht ja doch, nach reiflicher Abwägung und weiterer Informationseinholung in (nicht gerade naher) Zukunft überlegenswert wäre anzuschaffen.

Diese "Wenns" und "Abers" und "Vielleichts" wurden geflissentlich überhört und sich schon im Internet umgeguckt und für süß befunden und mir präsentiert.

Dauernd wird von anderen bestimmt, wann etwas richtig für mich zu sein hat.

Ich will das nicht mehr! Und so sitze ich hier und könnte nur heulen und mich ins Bett verkriechen und bloß niemanden mehr sehen heute.

Obwohl, süß wäre er ja schon ... und die erste Träne kommt.

13.7.09 12:29, kommentieren