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... und läuft ...

Die ersten Tage habe ich hinter mir, die ersten Schocks über den Stundenplan überstanden, die Hoffnung auf eine leichte Ausbildung sind weggewischt, und ein neuer Job wird gerade gesucht.

Die nächsten Tage stehen Vorstellungsgespräche an.

Wenn ich neben der Schule auch noch arbeiten soll, kann ich das Essen wohl ganz vergessen, denn dazu habe ich dann keine Zeit mehr. Finde ich jetzt schon kaum noch.

Irgendwie wird aber wohl auch das.

Ich hoffe nur, dass ich mich nicht übernehme
Der Schritt vom lethargischen Rumliegen zum Rein-Powern ist ja doch ein großer, hoffentlich nicht zu groß für mich.

1 Kommentar 2.9.09 19:46, kommentieren

zermürbend

Jetzt bin ich schon die dritte Nacht (und Tag) ohne SIE.
Ganz allein in der fremden Stadt, hunderte von Kilometern entfernt, Flatrate sei dank können wir uns wenigstens hören.
Doch da ich so weit in den Miesen bin, kann ich mir in nächster Zukunft leider kein Ticket zu IHR leisten.

Das macht mich traurig und hoffnungslos.
Hoffnungslos, dass ich das alles allein schaffen werde.

Der straffe Zeitplan, den ich momentan habe hält mich vom Grübeln ab, doch zum Abend hin wird es schwer, schwer nicht zu heulen, nicht aufzugeben, bevor es eigentlich richtig losgegangen ist.
Wie soll ich eine 40-Stunden-Ausbildung mit einem 20-Stunden-Job kombinieren? Wie soll ich mir etwas zu essen leisten können (wenn ich denn überhaupt Zeit zum Essen finden werde)?
Zum Arbeitsamt oder ähnlichen Ämtern zu gehen, von einem Menschen zum anderen geschickt zu werden, mit einem Stapel Unterlagen nach Hause geschickt, mit Hoffnung auf nicht mal 400 € und dem Hinweis, "dass ich diese Ausbildung ja nicht hätte anfangen müssen, dann wäre ich jetzt nicht in dieser Lage", ist kompliziert, anstrengend und zermürbend.

Und wieder kommt der Wunsch auf einfach für immer einschlafen zu können, aber so einfach ist es ja, wie bereits mehrfach erwähnt, leider nie in meinem Leben.

3.9.09 21:32, kommentieren

die erste Woche

Die erste Woche habe ich seit gestern hinter mir.

Die anfängliche Euphorie ist verschwunden und mir wird wieder einmal schmerzlich bewusst, dass ich mir zu viel zumute.

Eine ca. 36-Stunden-Woche in der Schule, dazu kommen ab morgen 16 Stunden Arbeit pro Woche. Also eine 52-Stunden-Woche, dafür dass ich von dem Geld nicht einmal werde leben können, da ich meine Krankenversicherung selbst bezahlen werde müssen.

Jeden Monat ca. 180 € Minus, wenn ich Geld fürs Leben auf ca. 100 € beziffere, das dann ganze 3 Jahre lang, das wird keine Bank mitmachen. Also ist ein vorzeitiges Aus ja fast vorprogrammiert. Geld für unvorhergesehenes wie Schulbücher oder Kleidung ist da noch nicht mit eingerechnet.

Ich könnte nur noch heulen.

Ende September habe ich einen Termin bei einem neuen Psychiater, vielleicht bekomme ich dann mal wirkende Antidepressiva. Die bisherigen haben mich höchstens etwas besser schlafen lassen, besser drauf und motivierter war ich dadurch eher nicht.

Und gerade jetzt brauche ich die Kraft und Motivation, die ich alleine wieder einmal oder immer noch nicht aufbringe (ich bin schon froh, dass ich überhaupt morgens aufstehe).

1 Kommentar 8.9.09 21:46, kommentieren

finanzielle Talfahrt

Meine finanzielle Talfahrt geht stetig weiter. Noch ist nicht klar ob und wieviel ALG1 mir zustehen wird, ob ich Wohngeld bekommen kann, ob mein Nebenjob als Zuverdienst oder als Hauptverdienst gelten wird.

Wenn das wirklich mein Hauptverdienst wäre, dann könnte ich mir gleich einen Strick nehmen. Irgendwie habe ich nicht viel Hoffnung, dass ich Glück haben werde. Denn ich weiß nicht wie stark ich vor dem Sachbearbeiter sitzen werde. Ob ich mich irgendwie wehren kann, falls er sagen sollte, dass ich somit dem Arbeitsmarkt nicht mehr zu Verfügung stehe und ich keinen Cent bekommen werde.

Ich hasse dieses Ausgeliefert-Sein, dieses Nicht-Wissen-Was-Kommt. Selbst wenn mir nur ganz wenig zustünde könnte ich damit haushalten, ich brauche nicht viel Geld, gehe nicht essen, gehe nicht aus, koche mir selbst was und sitze vor dem TV. Doch ich habe Angst meine Freundin nicht mehr sehen zu können weil die Fahrten zu teuer sind, Angst die Schulbücher nicht zahlen zu können (und Pech zu haben, dass es diese in der Bibliothek auch nicht mehr geben wird).

Angst vor so Vielem, vor so Essentiellem, wovor man als Bürger keine Angst haben sollte.

Erst nächste Woche weiß ich Genaueres, zu viel Zeit zum Grübeln, für schlechte Gedanken!

Ich will endlich (wieder) glücklich sein!!!

1 Kommentar 10.9.09 16:52, kommentieren

Lernen

Morgen ist der erste Tag, an dem ich nicht zur Schule oder Arbeiten gehen muss (oder sogar beides), und nein ich kann mich nicht ausruhen. Ich muss meine Unterlagen ordnen und schon für zwei Fächer lernen, da bereits jetzt mit "halb-angekündigten" oder "angekündigten" Tests zu rechnen ist.

Ich halte das nicht aus !!!

Aber jetzt erst einmal zur Arbeit, heute werde ich das erste Mal auf die Menschheit losgelassen (und ins kalte Wasser geschmissen).

Auch das ist mir zu viel Stress !

Ich hoffe sooooooooooooooo sehr auf den neuen Psychiater und die hoffentlich daraus folgende richtige Medikamentation. Aber ob das der richtige Weg ist mit meinem Stress umzugehen, weiss ich nicht.
Aber ich denke besser, als mich heulend ins Bett zurückzuziehen allemal.

12.9.09 17:30, kommentieren

übermüdet

Ich weiß nicht, wann mir Das das letzte Mal passiert ist, aber vorhin habe ich tatsächlich einen Mittagsschlaf gehalten.

Spätestens daran sollte ich merken, dass mein Wochenpensum doch etwas groß ist.

13.9.09 16:51, kommentieren

Versagerin

Ich bin eine Versagerin.

Ich schaffe es nicht einmal mich für 2 Stunden hinzusetzen und wenigstens das eine Fach, bei dem uns ein Test halb angekündigt wurde, zu lernen. Gerade mal meine handschriftlichen Notizen habe ich abgetippt (was bei meiner Schreibschnelle aber eher ein kurzes Unterfangen war), gemerkt habe ich mir wohl eher weniger.

Warum kann ich mich nicht dazu disziplinieren, nein warum surfe ich nur im Netz? Noch dazu zu Themen, die mich runterziehen (wie Arbeitslosigkeit, andere Weblogs mit negativen Themen).

Dann könnte ich ja gleich alles hinschmeißen!

Zu blöd zum Lernen, zu blöd mein Leben anzupacken, "Pseudo-beschäftigt", und abwärts geht die Spirale, nach ganz unten, kurz vorm Heulen und nichts mehr auf die Reihe kriegen.

Herausforderung nicht gepackt? Pech gehabt, aber war ja auch klar!

Ich bin eben eine Versagerin!!!

13.9.09 20:37, kommentieren

auf zu neuen Ufern

Ich habe es gewagt und gehe fortan zum Theater-Kurs.

Wieder einmal über meinen Schatten gesprungen, passend zu den anderen Veränderungen in meinem Leben momentan.

Wieder einmal mutig, aber auch gespannt, ob sich das irgendwie auch auf mich als Person auswirkt, ob ich dadurch offener oder anders werde.

Lassen wir uns überraschen!

1 Kommentar 14.9.09 19:47, kommentieren

Déjà-vu

Wie oft habe ich in den letzten Monaten das Gefühl von nicht mehr können und nicht mehr wollen gehabt?

Auch jetzt ist es mit voller Wucht wieder da.

Ich habe arge Probleme damit zur Schule zu gehen, den Tag voll durchzustehen und nicht mitten in der ersten Doppelstunde rauszurennen. Keine Ahnung wie ich den Tag überstanden habe, oder besser gesagt Schultag, denn in ein paar Stunden beginnt meine Schicht bei der Arbeit. Vor Mitternacht werde ich nicht zu Hause, geschweige denn im Bett sein.

Ich kann nicht mehr !!!!!!!!!!

1 Kommentar 16.9.09 14:50, kommentieren

neue Diagnose

Fast eine Woche ohne Pc, der Horror.

Dafür hab ich aber auch genug erlebt in dieser Woche.

Ämter-Marathon, immer nur Absagen, also ist es eher fraglich, wie ich die nächsten Wochen überleben soll, aber nun gut. Zwei Anträge laufen noch (oder müssen von mir noch abgeschickt werden.)

Gerade bin ich das erste Mal bei dem neuen Psychiater gewesen, der mir dann auch gleich mal meinen BMI ausrechnete (33 komma irgendwas), wobei mich das Ergebnis nach den letzten Wochen und der stetigen Gewichtszunahme nicht gewundert hat.

Nur eins hat mich doch etwas überrascht.
Anscheinend habe ich keine Depression, sondern eine "Emotional instabile Persönlichkeitsstörung" (aber nur schwach ausgeprägt)
Von Borderline hat sicher schon jeder psychisch "Angeknackste" etwas im Internet gelesen, eine Modediagnose, die keiner haben will.

Ich bin auch noch nicht ganz damit einverstanden, aber ich google mal weiter und mach mich mal schlau, was das genau sein soll und ob das überhaupt irgendwie auf mich zutrifft.

Jetzt gehts erst mal wieder arbeiten, und morgen gibt es dann die erste neue Tablette.

Darauf freue ich mich schon, denn das ist wieder ein kleiner Hoffnungsschimmer, ein wenig Hoffnung dass ich mit meinem Leben etwas besser klarkommen werde können.

22.9.09 18:32, kommentieren