Archiv

sturmfrei und Gesundheitspolitik

Ich bin ab heute 11 Tage lang ganz alleine ... und ich fühle mich irgendwie frei!

Dabei liebe ich sie wirklich sehr sehr sehr!

Aber vielleicht ist es mal gut, dass ich mich nur um mich selbst kümmern muss und machen kann was ich will!

 ~*~

Und seit heute morgen rege ich mich über die neuesten gesundheitspolitischen Ideen auf.

5 € pro Arztbesuch?

D.h. für mich:

1x Therapie in der Woche = 20 € Monat = 60 € im Quartal

1x Überweisung zur Therapie und Psychiater = 5 €
(hoffentlich nicht 2x für 2 Ärzte), dann muss man halt an einem Tag für alle möglichen Ärzte eine Überweisung holen, denn einmal eine vergessen, wieder 5 €

1 Tag nicht fähig zur Arbeit/Schule zu gehen, weil es mir zu schlecht geht (ich versuche das ja möglichst nicht zu machen, doch manchmal geht es nicht anders!) = 5 €

insg. mind.  70 € im Quartal

Wie bitte soll ich das machen, wenn ich nur 400 € im Monat verdiene?

Denn als sozial schwach gelte ich ja nicht, da mir kein ALG2 zusteht!

5.6.10 10:22, kommentieren

vorbei

Mit der Freude über das Alleinsein war es schon nach ein paar Stunden vorbei. Obwohl ich eigentlich genau das gleiche (wenige) getan habe, wie wenn wir zu zweit sind, war mir total langweilig und ich wusste nichts mit mir anzufangen.

Und alleine einschlafen bin ich auch nicht mehr gewohnt.

Auch wenn ich nicht gut bin sowas zuzugeben, aber:

SIE FEHLT MIR!

 

Heute war/bin ich wieder so schlecht drauf, dass ich nicht zum Unterricht gegangen bin und wieder einmal einfach nicht mehr will ... nichts mehr ... außer einfach einschlafen und vorbei ist der Kampf um ... Glück, Leben wollen und was weiß ich alles ???

1 Kommentar 7.6.10 16:22, kommentieren

schlaflos und allein

Das erste Mal seit langer Zeit kann ich nicht einschlafen, aber zumindest versuche ich erst gar nicht mich von einer Seite auf die andere zu drehen, sondern vertreibe mir die Zeit im Netz.

Besser als immer zu denken, wann ich es denn endlich schaffe einzuschlafen.

Und ich will nicht mehr allein sein.

 

 

SIE hätte mich bestimmt dazu gebracht zu Schule zu gehen, so hab ich schon wieder 3 Fehltage.

Meine Therapeutin wird gar nicht begeistert sein ... wenn ich es wenigstens erklären könnte ... wahrscheinlich bin ich doch einfach zu faul ... denn sonst hätte ich ja gehen können, wenn mir kein Grund einfällt außer: ich konnte nicht!

 

 

Unser Hamster läuft gerade im Rad ... wie schön wäre es, sich um nichts kümmern zu müssen außer genug zu fressen und ein bisschen Stroh zu haben (und das wird auch noch alles zur Verfügung gestellt und er muss gar nichts dafür tun, außer da zu sein) ... dafür würde ich auch auf der Stelle im Rad rennen.

4 Kommentare 9.6.10 00:36, kommentieren

nein, ich schaffe das nicht ...

... ich will mich nur mehr verkriechen!!!

3 Kommentare 9.6.10 16:37, kommentieren

Therapiestunde

Sie sind ein harter Brocken.

Ich gebe zu wenig über mich preis, dabei weiß ich selbst über mich viel zu wenig. Ich fühle mich nicht, weiß nicht was gut oder schlecht für mich ist, warum ich "blocke" oder immer wieder nicht zur Schule kann.

Ich weiß es einfach nicht, ich kenne mich nicht.

 

Ich "schimpfe" nicht mit Ihnen, da Sie sich schon selbst genug fertig machen, und außerdem verstehe ich noch nicht ganz warum Sie das tun. Und so lange kann ich nicht darüber urteilen.

Das war für mich eine überraschende, aber gute Einstellung.

 

Ich weiß, dass ich zur Schule muss, vor allem da nur eine bestimmte Anzahl an Fehltagen erlaubt ist. Man wird mir, vielleicht auch gerade weil ich ein Stipendium habe, nicht unbedingt mehr durchgehen lassen.

Ich habe Angst, dass ich das versaue!

Ich könnte ehrlich sein und zugeben, dass ich "krank" bin (und was ich habe).
Aber dazu müsste ich es mir erst einmal selbst eingestehen.

 

Wenn Sie zu Hause bleiben, dann tun Sie sich wenigstens etwas Gutes! Das ist ja auch der Sinn einer Krankschreibung: Sie sind krank geschrieben, damit Sie nicht arbeiten müssen und sich um Ihre Gesundheit kümmern können, und nicht, dass Sie noch kranker werden.

Sie hat recht, ich mache mich dann immer so sehr selbst fertig und gehe nicht mehr vor die Tür, weil sich das "nicht gehört!", wenn man krank geschrieben ist. Ich habe sogar Angst, dass man mich auf dem Weg zum Arzt sehen könnte und sich denkt: was hat die überhaupt? Schließlich kann sie hier rumlaufen.

3 Kommentare 9.6.10 22:04, kommentieren

ich brauche ganz viel Mut ...

... damit ich es morgen nach einer ganzen Woche Krankschreibung wieder in die Schule schaffe.

Nicht nur, weil gleich in der ersten Stunde eine Klausur ansteht (für die ich nicht gelernt habe), sondern auch weil ich Angst habe, dass ich gefragt werden, was ich denn hatte.

Die Wahrheit will ich nicht sagen, denn Depressionen sind für mich auch nach so vielen Jahren immer noch eine "Schande", die ich mir nicht eingestehen will. Und dass diese jetzt auch noch mit Prüfungsängsten gepaart sind, macht es nicht gerade leichter.

Drückt mir die Daumen und denkt an mich, ich denke ich kann jede Unterstützung gebrauchen!

6 Kommentare 13.6.10 22:31, kommentieren

es geht nicht!

4 Kommentare 14.6.10 07:24, kommentieren

keiner fragt nach mir

Morgen will ich es wirklich schaffen und das erste Mal seit 1,5 Wochen wieder zur Schule gehen (wie die Zeit doch vergeht).

Heute fühle ich mich noch so, als ob das gut gehen kann und wird.

Meine Stimmung ist nur dadurch getrübt, dass niemand zwischendurch mal gefragt hat, wann ich wieder komme. Wie es mir geht.

Ja, selbst die Unterlagen, die wir für einen Test morgen und eine Klausur übermorgen brauchen hab ich nicht bekommen (ich schicke sie meiner Banknachbarin immer möglichst zeitnah zum Unterricht, wenn sie mal nicht da ist).

Zigmal habe ich nachgefragt, heute einen Teil bekommen und die Unterlagen für morgen immer noch nicht.
Wann bitte soll ich die denn lernen, heute Nacht um drei? Oder fünf Minuten vor Unterrichtsbeginn?

Aber ich bin ja auch selbst schuld, wäre ich hingegangen, dann hätte ich seit einer Woche gewusst, dass wir einen Test vor uns haben und die Unterlagen selbst erstellt.

Also: geschieht mir wohl ganz recht!

4 Kommentare 15.6.10 20:55, kommentieren

Abhängigkeit

Ich habe es heute tatsächlich geschafft zur Schule zu gehen. Endlich wieder!

Gleich einen Test geschrieben, für die Klausur morgen noch nicht gelernt und es ist mir egal.

Denn heute geht es mir gut!

Ich habe mich sogar getraut meiner Klassenlehrerin meinen Krankschreibungsgrund zu nennen. Wohl auch weil es einem meiner Klassenkameraden so schlecht geht, dass er jetzt in der Klinik ist, und die Ausbildung abbrechen muss, und mir mein "Problem" heute fast harmlos vorkam.

Ich habe mich sonst nicht getraut, da man mich ja sonst in die Psycho.Schublade stecken könnte. Aber vor dem Hintergrund dass ich jetzt nicht mehr die Einzige bin habe ich mich getraut und wurde wieder positiv überrascht. Meine Lehrerin kam mir sogar bezüglich einer großen Arbeit sehr entgegen (die ich nicht abgegeben habe).

Und das alles, glaube ich, nur weil meine Freundin heute nach gut 11 Tagen endlich wieder kommt.

Ich freue mich auf sie, freue mich, dass wir uns so sehr lieben, dass wir uns vermissen, aber es macht mir Angst, dass ich so "abhängig" von ihr zu sein scheine.

Denn ohne sie scheine ich nicht zu "funktionieren".

Kann man Liebe und Abhängigkeit unterscheiden, oder gehört das doch irgendwie beides zusammen?

2 Kommentare 16.6.10 20:06, kommentieren

zum Gespräch bitte

Ich habe Angst.

Seit Tagen habe ich hier schon nicht geschrieben, ist es doch zu peinlich immer wieder zu schreiben, dass ich es nicht zur Schule geschafft habe. Dass ich mittlerweile schon auf zahlreiche Fehltage blicken kann.

Mit kurzen Unterbrechungen von mal einem, oder auch einem halben Tag, den ich im Unterricht war, war ich die letzten 2 bis 3 Wochen zu Hause. So, dass ich jetzt schon bestimmt 5 Klausuren nachschreiben müsste, und das so kurz vor den Ferien. Kann ich mir diese "Auszeit" nicht in den Ferien nehmen?

Jetzt geht es so weit, dass meine Klassenlehrerin mich zu einem Gespräch gebeten hat. Und das macht mir richtig Angst!!! Habe ich mir diese große Chance jetzt selbst kaputt gemacht und muss mit der Ausbildung aufhören, da ich zu oft gefehlt habe?
Ich weiß nicht was sie sagen wird und könnte grad einfach nur heulen!

Und dabei habe ich gerade das gestern schon zu genüge.

Meine Freundin hätte heute in die Klinik gemusst und mir gestern Abend eröffnet, dass sie nicht gehen wird! Das sie sich nicht traue (verständlich) und eigentlich auch alleine dazu in der Lage wäre ihre Situation ins Positive zu wenden.

Ich fühlte mich wie vor der Kopf gestoßen, belogen, aller Hoffnung auf Besserung beraubt (ihrer Besserung) und konnte nur heulen. Ich habe ihr vorher sehr deutlich gemacht, dass ich das nicht nochmal aushalten werde/würde. Und sie hat mir hoch und heilig versprochen etwas zu tun und dort hin zu gehen. Und jetzt? Welche Konsequenz kann und sollte ich daraus ziehen? Sie verlassen, weil sie dieses Versprechen gebrochen hat? ... Dafür liebe ich sie zu sehr und weiß ja selbst, dass man manchmal einfach nicht "kann". Es ist eine verzwickte Situation, die mir momentan sicher auch nicht gut tut.

Wodurch ich jetzt wieder an den Termin bei meiner Lehrerin denken muss. Und schon wieder habe ich Angst!!!

30.6.10 11:27, kommentieren